Luftgewehrschießen

Luftgewehrschießen – was ist das?

Luftgewehrschießen ist ein Sport. Ein moderner, anspruchsvoller Sport, dessen Technik sich immer weiter entwickelt und hohe Anforderungen an den Schützen stellt. Um erfolgreich zu sein, ist viel Konzentration und Körperbeherrschung vonnöten. Immerhin muss man aus 10 Metern Entfernung einen 0.5 Millimeter kleinen Punkt treffen. ZumVergleich: Der Punkt am Ende dieses Satzes ist ungefähr genauso groß.

Einen wesentlichen Anteil an der Treffsicherheit eines Schützen hat die Schießkleidung.
Deren Bestandteile – Jacke und Hose aus festem Baumwollstoff und halbhohe Schuhe mit flacher Sohle – haben die Aufgabe, die Gelenke zu stabilisieren und dem Schützen zu erleichtern, ruhig zu stehen. Dazu kommt ein gepolsterter Handschuh, der an der Auflagehand getragen wird. Natürlich bedarf es nicht der vollen Ausrüstung um erfolgreich zu sein.
Im Prinzip reichen ein Schießhandschuh und eine feste Jacke, zum Beispiel eine enge Jeansjacke, und man kann loslegen. Wer sich aber doch eine komplette Ausrüstung gönnen möchte, bekommt diese mit allem Drum und Dran (ohne Gewehr) ab ca. 300 Euro. Dafür bekommt man dann aber auch Teile, die gut und gerne 20 Jahre halten können. Das schafft weder ein Laufschuh, noch ein Tennisschläger.

Das wichtigste Utensil eines Sportschützen ist natürlich – das Luftgewehr.
Ältere Modelle dieser Gewehrgattung erzeugen den Luftdruck zumVerschießen einer Kugel mittels einer Feder, die gespannt werden muss und die dann beim Abdrücken Luft samt Kugel aus dem Lauf treibt. Der Rückstoß der entspannenden Feder hat jedoch dazu geführt, dass heute fast nur noch federlose Luftgewehre gebaut werden

Dabei wird der nötige Luftdruck entweder mit Hilfe eines Spannhebels manuell erzeugt, oder von einer Druckluftkartusche geliefert. Bei beiden Systemen wird eine immer gleiche Menge Luft in eine kleine Druckkammer geleitet. Diese Druckluftportion treibt dann die Kugel aus dem Lauf.

Die Geschosse aus Blei, „Diabolos“ genannt, sind nicht wirklich kugelförmig, sondern erinnern im Profil eher an eine Sanduhr. Die kleinen „Teufel“ vom Kaliber 4.5 Millimeter machen ihrem Namen wenig Ehre. Luftgewehrschiessen_bild
Da sie nur von Luft und nicht einer Treibladung getrieben werden, sind sie kaum geeignet, einen Menschen ernsthaft zu verletzen. Das prädestiniert sie geradezu für sportliche Zwecke, wobei auch hier strenge Auflagen und bestimmte Verhaltensregeln gelten. Dazu gehört zum Beispiel, dass nur geladen werden darf, wenn der Lauf in Richtung der Scheibe zeigt. „Ballerei“ oder Spielereien mit der Waffe sind sowieso tabu.

Und nun Zeigt uns unsere 2-fache Deutsche Meisterin Laura Popp, wie das dann beim Schießen aussieht:

 

Ickelheim, im Jahr 2007

(Ein Bericht der damaligen Jungschützen Theresa Dommel und Michael Schönleben)